QR-Code-Hochzeitsalbum einrichten: Schritt für Schritt
Wo der Code hingehört, ab wann er funktioniert, was Sie zum Empfang in der Location wissen müssen und der eine Test, den Sie vorher machen sollten.
Ein QR-Album einzurichten ist keine technische Aufgabe, sondern zehn Minuten Organisation. Die eigentliche Arbeit ist die Entscheidung, wo der Code hängt — denn ein Code, den niemand scannt, bringt nichts.
1. Hochzeit anlegen
Namen, Datum, Location. Wenn Sie auch Verlobung oder Henna-Abend feiern, tragen Sie diese Termine mit ein: Jedes Ereignis bekommt seinen eigenen QR-Code, alle laufen in dasselbe Album. Die Bilder der Verlobung bleiben von den Hochzeitsbildern getrennt, liegen aber an einem Ort.
2. Codes herunterladen und drucken
Drei Druckformate decken fast alles ab:
- Tischaufsteller. Gefaltet, in der Tischmitte. Hier wird am meisten gescannt — die Gäste sitzen, das Handy liegt daneben, zwischen den Gängen ist Zeit.
- Willkommensschild. Am Eingang, neben dem Sitzplan. Der Gast sieht es beim Hereinkommen.
- Kleine Kärtchen. Zehn Stück passen auf ein A4-Blatt. An die Bar, ans Dessertbuffet und neben den Spiegel im Waschraum.
Zwei Regeln beim Druck: mindestens 3×3 cm groß, und eine Zeile Text darüber. "Teilt eure Fotos mit uns 🎉" genügt. Einen nackten QR-Code ohne Erklärung scannt niemand — die Leute wissen nicht, was sie erwartet.
3. Vorher testen
Diesen Schritt bitte nicht überspringen. Nehmen Sie die gedruckte Karte und scannen Sie sie mit dem Handy einer anderen Person, nicht mit Ihrem eigenen. Drei Dinge prüfen:
- Öffnet sich die Seite, und führt sie zur richtigen Hochzeit?
- Sind Namensfeld und Upload-Schritt für jemanden verständlich, der die Seite zum ersten Mal sieht?
- Ein Foto hochladen und im Dashboard kontrollieren, ob es angekommen ist.
Ein Punkt erwischt viele: Druckereien nehmen gern hochglänzendes Papier, und unter den Spots im Saal spiegelt es so stark, dass die Kamera den Code nicht mehr liest. Bitten Sie um mattes Papier oder Mattfolie.
4. Empfang klären
Fragen Sie bei der Buchung, ob es ein Gäste-WLAN gibt. Wenn ja, lassen Sie sich das Passwort geben und drucken Sie es auf dieselbe Karte wie den Code — niemand möchte sein Datenvolumen für Videos ausgeben.
Kein WLAN ist kein Drama: Uploads laufen auch über mobile Daten. Schwierig wird es nur in Kellergewölben und hinter dicken Mauern. Dann ergänzen Sie eine Zeile, dass man die Bilder auch später von zu Hause hochladen kann — das Album bleibt nach der Hochzeit noch eine Weile offen.
5. Das Upload-Fenster kennen
Wissen Sie, wann das Album öffnet und wann es schließt. Bei konfeti öffnet das Gäste-Upload-Fenster 30 Tage vor dem Ereignis. Der auf die Einladung gedruckte Code funktioniert also schon vorher.
Das Ende hängt vom Tarif ab: Hochzeitsbilder werden 15, 30 oder 90 Tage nach der Hochzeit aufbewahrt. Bilder von Nebenereignissen wie Verlobung oder Henna-Abend werden 7 Tage nach diesem Termin gelöscht. Laden Sie alles herunter, bevor die Frist abläuft. Die häufigste Support-Nachricht lautet: "Ich habe die Frist verpasst, kann man das wiederherstellen?" Nein — die Löschung ist endgültig und es liegt auch keine Kopie im Backup.
6. Im Lauf des Abends erinnern
Selbst mit Codes auf jedem Tisch hilft ein Hinweis. Zwei, die funktionieren:
- Ein Satz vom DJ oder Moderator, nach dem Hauptgang: "Scannt den Code auf eurem Tisch und teilt eure Fotos mit dem Brautpaar." Die Uploads springen danach sichtbar nach oben.
- Die Leinwand im Saal. Wenn hochgeladene Bilder live auf den Beamer laufen, laden Leute hoch, nur um sich selbst an der Wand zu sehen. Das ist die wirksamste Erinnerung, ganz ohne Ansage.
7. Am Tag danach
Dashboard öffnen, durchsehen und sofort den Sammel-Download starten. Er kommt als eine Datei in Originalqualität. Danach eine zweite Kopie an einen anderen Ort legen — externe Festplatte, Cloud, irgendetwas, das nicht dieselbe Stelle ist.
Die Einträge im Gästebuch werden nicht gelöscht und lassen sich als druckfertiges PDF-Büchlein exportieren. Für Fotos und Videos ist Ihr Download aber die einzige Absicherung.